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Preußische Geschichte
(siehe auch [Preußen-Serie]) aus dem Blickwinkel Westfalens dokumentiert das [Preußen-Museum] in Minden - dem zweiten Preußen-Museums-Standort neben dem rheinischen Wesel. In der ehemaligen preußischen “Defensionskaserne” im Zentrum Mindens eröffnet, werden die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen dem preußischen Gesamtstaat und der westlichen Provinz aufgezeigt, wie es Museumsleiter Dr. Veit Veltzke umschreibt, der auch für das Museum in Wesel verantwortlich zeichnet.
Auf einer Fläche von mehr als 4.000 Quadratmetern wird in der im Schinkel-Stil erbauten Kaserne zum einen die Geschichte Preußens von den mittelalterlichen Anfängen (Deutscher Orden) bis zum 18. Jahrhundert aufgezeigt. Seltene Exponate, multimediale und interaktive Elemente geben einen intensiven Einblick in diese Zeit. Der zweite Teil der Ausstellung in der Defensionskaserne eröffnet einen Blick in “Preußen in Westfalen 1800 bis 1932/47”. Hier wird der Besucher auch zu einer Zeitreise eingeladen und eine Kasematteninszenierung, ein Geschützstand aus der Erbauungszeit der Mindener Defensionskaserne (1827-29), macht Festungsgeschichte deutlich.
“Westfalen ist bis heute viel stärker durch seine preußische Vergangenheit geprägt, als es gemeinhin bekannt ist”, macht Museumschef Veltzke deutlich. Preußen habe Westfalen und das Rheinland zum ersten Mal in ihrer Geschichte zu großen politischen Einheiten geformt, eine moderne Verwaltung eingeführt und damit Gemeinsamkeiten geschaffen, die der späteren Zusammenfassung im Land [Nordrhein-Westfalen] den Boden bereitet hätten.
“Die westlichen Provinzen waren in vielen Bereichen Vorreiter der Modernisierung Preußens”, so der Preußen-Experte Veltzke. Beispiele seien die bäuerliche Selbstverwaltung und die Sozialpolitik.
In einer Vielzahl von Exponaten wie Gemälden, Dokumenten, Militaria, Textilien, kunstgewerblichen Gegenständen, Münzen, Szenarien, Modellen und lebensgroßen “Zeitgenossen” werden die Auswirkungen der preußischen Herrschaft in Westfalen im Preußen-Museum in Minden verdeutlicht. Dabei werden auch Klischees wie “So schnell schießen die Preußen nicht” hinterfragt und einzelne Aspekte wie die geschickte Heiratspolitik der Brandenburger, der Aufbau von Heeren und die schulreformerischen Bemühungen des Staates ausführlich beleuchtet.
Zahlreiche Sonderausstellungen (siehe auch Veranstaltungen) ergänzen die Preußen-Präsentation in Minden auf dem Simeonsplatz im Herzen der Stadt.
[Betrachten Sie Mindens neues Eingangspanorama mit Botta-Bau und Preußen-Museum NRW]
[Bericht des Mindener Tageblattes über die Eröffnung des
zweiten Teiles der Dauerausstellung im Mindener Preußen-Museum]
[Weiter geht es zur Schlacht bei Minden ...]
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